Komplette Anwendungsfunktionen im Handumdrehen

elektronische Kurvenscheibe

ElectronicCamDisk

Eine elektronische Kurvenscheibe folgt einem externen oder internen Leitwert über eine zuvor festgelegte Gesetzmäßigkeit.

Die elektronische Kurvenscheibe ist anwendbar auf rotative und lineare Achsen. Sie kann per Textdatei oder intern über eine Formel realisiert werden. Die elektronische Kurvenscheibe kann bei laufender Maschine zugeschaltet und abgeschaltet werden.

Die Anzahl der Achsen mit elektronischer Kurvenscheibe ist vom System her unbeschränkt.

Die Form bzw. Transformation der virtuellen Kurvenscheibe kann sowohl über Formeln in Abhängigkeit von mehreren Variablen oder auch über Tabellen erfolgen. Die Tabellen können auch sehr viele Stützstellen enthalten, diese müssen nicht äquidistant sein. Die Verarbeitung geschieht in Echtzeit. Zwischen den Stützstellen erfolgt eine Interpolation höherer Ordnung.

Die Funktion der elektronischen Kurvenscheibe als solche gilt inzwischen als „State-of-the-Art“. In der konkreten Realisierung der Funktion in ihrer Anwendung finden sich dann die Unterschiede und möglichen Alleinstellungsmerkmale.

Anwendungsbeispiele:

  • Papier, Karton, Folie, Blech: Aufbau von Bahnspannungen, Kompensation von unterschiedlichen Walzendurchmessern. Ausgleich von kinematischen Übertragungsfehlern, zum Beispiel infolge von Fertigungstoleranzen.
  • WZM: Wälzfräsen, Wälzschleifen, Schleifen allgemein, Spiralisierungen mit variablen Steigungen und ähnliche Prozesse. Ausgleich von kinematischen Übertragungsfehlern, zum Beispiel infolge von Fertigungstoleranzen.
  • Umformtechnik: Richtmaschinen.
  • Prüfstandsbau: Simulation von Kurvenfahrten beim Betrieb der Abtriebsräder.

elektronisches Getriebe

ElectronicGear

Eine elektronische Antriebsachse folgt positionsgenau den Bewegungen einer (auch virtuellen) Leitachse. Wird die interne Skalierung der Sollwerte in Bezug zur Leitachse geändert, kann auf diese Weise auch ein elektronisches Getriebe realisiert werden. Die Umskalierung kann auch bei laufender Maschine erfolgen, 
ohne die Antriebe aus der Regelung nehmen zu müssen.

Die Anzahl der Synchronachsen ist vom System her unbeschränkt.

ARADEX bietet exzellente Synchronität über alle Achsen hinweg. Der beobachtbare Zeitversatz zwischen zwei Achsen liegt typisch unter 0,1 µs, was bei 10 m/s (600 m/min) 1 µm entspricht.

Das Übersetzungsverhältnis ist stufenlos einstellbar und auch während des Laufs der Achsen änderbar.

Die Funktion der elektronischen Königswelle als solche ist inzwischen „State-of-the-Art“. Unterschiede und mögliche Alleinstellungsmerkmale finden sich, wie häufig, im Detail bzw. in den technischen Kennwerten, 
wie z.B. Synchronität.

Anwendungsbeispiele:

  • Allgemein: alle „schnellen“ Maschinen mit hohen Genauigkeitsanforderungen
  • Druck: Synchronisierung von Farbwerken bei Druckmaschinen.
  • Druck: Veredelung von Druckerzeugnissen, zum Beispiel Aufbringen von Hologrammen. Papier, Karton, Folie, Blech: verkettete Bearbeitung als Bahnware
  • WZM: Wälzfräsen, Wälzhonen, Zahnradschleifen.
  • Umformtechnik: Pressentransfers mit hohen Hubzahlen, Richtmaschinen. Servopressen mit mehr als einem Antriebsmotor.
  • Prüfstandsbau: Abtriebsräder synchron bei Gesamtprüfstand von Motoreintrieb bis Radabtrieb. Präzise Messtechnik für andere Prüfstände

Elektronisches Getriebe

  • Papier, Karton, Folie, Blech: Aufbau von Bahnspannungen, Kompensation von unterschiedlichen Walzendurchmessern.
  • WZM: Wälzfräsen, Wälzschleifen, Schleifen allgemein, Spiralisierungen mit variablen Steigungen und ähnliche Prozesse.
  • Umformtechnik: Richtmaschinen. Servopressen mit mehr als einem Antriebsmotor.
  • Prüfstandsbau: Simulation von unterschiedlichen Wirkdurchmessern der Räder beim Betrieb der Abtriebsräder.

Schnittbreitensteuerung

EnvelopeCut

Die Schnittbreitensteuerung EnvelopeCut wurde speziell für 2D-Werkzeugmaschinen entwickelt.

Wenn die Breite einer Kontur größer ist als die Breite des eingesetzten Werkzeugs, muss die Kontur entweder mehrmals mit Versatz im Bereich der Werkzeugbreite gefahren und damit auch zusätzlicher Code vom CAD-Programm erzeugt werden - oder der EnvelopeCut kommt zur Anwendung: Diese Funktion lässt sich sowohl für Strahlwerkzeuge (Laserstrahl, Wasserstrahl), als auch für Fräser anwenden.

ExtendedPartRotation

Softwarepaket, um Jobs zu drehen, zu spiegeln, zu skalieren und zu verzerren - 2D in X und Y. Eigener Bildschirm für die Eingabe der notwendigen Daten mit simulierter Anzeige des neuen Jobs mit den eingegebenen Daten. Alle Eingaben nach Jobende wieder zurücksetzen. Es wird nichts gespeichert. Default: keine Drehung oder Spiegelung des Original-Jobs.

FlyingBlade

Softwarelizenz zur Realisierung eines fliegenden Messers auf einer Achse. Für formatvariables Querschneiden von Papierbahnen.

Ein fliegendes Messer kommt zum Beispiel dann zur Anwendung, wenn bei Druckmaschinen ein formatvariables Querschneiden von Papierbahnen gefordert ist. Auf diese Weise können beliebig lange Papierbahnen geschnitten werden, ohne dass ein Umbau an der Maschine erforderlich ist.

In der Regel folgt bei einem fliegenden Messer die Messerachse einem internen oder externen Leitwert. Zusätzlich zu diesem Sollwert kann per Textdatei oder intern eine beliebige Bewegung überlagert werden. So dreht sich dann die Messerachse schneller oder langsamer als die anderen Achsen in der Maschine und ermöglicht das formatvariable Schneiden.

Im Gegensatz zur elektronischen Kurvenscheibe hat das fliegende Messer pro Umdrehung einen anderen Weg zurückgelegt als die Leitachse. Es wird hier nur ein bestimmter Winkel- bzw. Verfahrbereich definiert, in welchem sich das fliegende Messer synchron zur Leitachse zu bewegen hat. Die restliche Bewegung kann beliebig nach Anforderung der Applikation in der SPS zusammengesetzt werden. Die Funktion „Fliegendes Messer“ ist als solche „State-of-the-Art“. In der konkreten Realisierung und den damit erreichbaren Kenndaten der Funktion liegt der Unterschied bzw. der Vorteil der ARADEX Technologie.

Schneiden von beliebig langen Papierbahnen, ohne dass ein Umbau an der Maschine erforderlich ist.

IntelligentPowerManagement (IPM)

Der nutzbare Drehmoment- bzw. Kraftbereich von Motoren und Antriebsverstärkern wird für kurzzeitige Ereignisse erweitert. Der Zeitbereich liegt typisch zwischen zehn und 500 ms. Damit stehen Reserven für besondere Ereignisse, Verklemmungen, Verkantungen etc. zur Verfügung. Ein weiterer Anwendungsbereich sind Prozesse, die planmäßig und durchaus zyklisch hohe Antriebsleistungen für sehr kurze Zeiten benötigen. Als Folge braucht der Antrieb nicht unnötig überdimensioniert werden, was Bauvolumen und Kosten zum Teil erheblich senkt. Zugleich werden die Temperaturverläufe bei periodischen Lastzyklen beobachtbar.

Durch Nutzung der Materialeigenschaften im gesamten Antriebsstrang lassen sich zusätzliche Leistungsreserven mobilisieren (Overboost).

Anwendungsbeispiele:

  • Papier, Karton, Folie, Blech: Überwindung von hohen Slip-Stick-Kräften beim Maschinenanlauf.
  • Umformtechnik: höhere Hubzahlen bei intermittierenden Bewegungen. Verbesserter Notlauf bei Lastspitzen, z.B. durch Verkantung, Grate an Blechen. Preiswerte Beherrschung der Lastspitzen bei Servopressen.
  • WZM: dynamischere Auslegungen möglich.
  • Prüfstandsbau: bessere Dimensionierungsmöglichkeiten für Simulation der Momentenverläufe bei Verbrennungsmaschinen.

MultipurposeDriveControl (MDC)

Dieses Technologiemodul integriert zahlreiche Funktionen, die bisher für jede Applikation speziell entwickelt werden mussten, in einem allgemein verwendbaren Baustein.

  • Positions-, Geschwindigkeits-, Momentenregelung
  • Positions- und Momentensteuerung
  • fliegendes Umschalten zwischen Regel- und Steuermodi
  • ruckbegrenzte Positionierung
  • beliebige Anfangsbeschleunigung
  • Begrenzung von Position, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Ruck und Moment durch automatisches Runterregeln
  • Überwachung der Grenzwerte mit Fehlerbehandlung integriert
  • Speichern der Konfigurationsparameter in eigener Datei
  • detaillierte Protokollierung der Betriebszustände durch zahlreiche Meldungen und Flags

RegisterMarkRegulation

Passermarkenregelung. Anwendung: z.B. kontinuierliche Synchronisation einer Achse im Bezug zu einer auf der Papierbahn gedruckten Marke. Über spezielle und sehr schnelle Eingänge an den VECTODRIVE Antriebsverstärkern werden Passermarken direkt eingelesen und verarbeitet. Mit einem Jitter von typisch unter 1 µs wird damit die Position der Passermarke ermittelt und steht als Messgröße für entsprechende Überwachungen oder Regelschleifen zur Verfügung.

Es wird kein zweites unabhängiges System zur Passermarkenregelung benötigt. Die Passermarkenregelung wird in der gleichen Steuerung, die auch die Druckachsen antreibt, realisiert und kann dadurch einfacher auf Kundenwünsche angepasst werden.

Es können steigende und zugleich fallende Signalflanken ausgewertet werden. Damit steht bei dreieckigen Passermarken neben der Position in Laufrichtung auch die Info über die Querrichtung zur Verfügung.

Anwendungsbeispiele:

  • Papier, Karton, Folie, Blech: Verkettung von formatabhängigen Prozessen wie Drucken, Schneiden, Stanzen.
  • WZM: Zahnposition von Zahnrädern einmessen beim Wälzfräsen, Wälzschleifen.
  • Prüfstandsbau: Zahnradsensoren vermessen und andere Sonderaufgaben.

SyncOut-Analog

Im Takt des Echtzeitsystems werden analoge Ausgänge (+/- 10V) „fliegend“, abhängig von einer Führungsgröße, gesetzt. Als Führungsgröße kann jede Variable der SPS dienen, gebräuchlich sind Winkel oder Positionen von zyklisch arbeitenden Achsen. Die zeitliche Auflösung ist ein Takt des VECTONUM Echtzeitsystems, welcher je nach Auslegung und Anwendung typisch zwischen 0,05 und einer Millisekunde liegt.

Analogwerte werden abhängig vom Winkel oder der Position einer Achse oder eines Gebers 
„on-the-fly“ gesetzt.

Anwendungsbeispiele:

  • Papier, Karton, Folie, Blech: formatabhängige Aktionen
  • Umformtechnik: Proportionalventile abhängig vom Pressenwinkel ansteuern
  • WZM: bei Unrundbearbeitung Proportionalventile winkelabhängig ansteuern
  • Prüfstandsbau: Hydraulikventile wegabhängig ansteuern

SyncOut-Digital

Dieses Technologiemodul stellt ein digitales Nockenschaltwerk nach. Im Takt des Echtzeitsystems werden digitale Ausgänge „fliegend“, abhängig von einer Führungsgröße, geschaltet. Als Führungsgröße kann jede Variable der SPS dienen, gebräuchlich sind Winkel oder Positionen von zyklisch arbeitenden Achsen.

Die zeitliche Auflösung ist ein Takt des VECTONUM Echtzeitsystems, welcher je nach Auslegung und Anwendung typisch zwischen 0,05 und einer Millisekunde liegt.

Ausgänge werden abhängig vom Winkel oder der Position einer Achse oder eines Gebers „on-the-fly“ gesetzt.

Anwendungsbeispiele:

  • Papier, Karton, Folie, Blech: formatabhängige Aktionen
  • Umformtechnik: Aktionen abhängig vom Pressenwinkel auslösen
  • WZM: bei Unrundbearbeitung Aktionen winkelabhängig auslösen